A K T U E L L E S
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AUSSTELLUNG  / TEXTINSTALLATION
DAS KOPFKISSENBUCH DER SEI SHONAGON - eine Textbrücke über eintausend Jahre und zwei Kontinente. Sei Shonagon, Japan, ums Jahr 1000 und Iris Gerber Ritter, ums Jahr 2000 blättern im Kopfkissenbuch.

Vernissage am 2. November 2017 um 17 Uhr
Ausstellung am 3. und 4. November 2017 von 16 bis 19 Uhr
Galerie im Künstlerhaus, Postgasse 20, 3011 Bern


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Fotos: R.Eichenberger, Herzogenbuchsee




KONZERT IN DER ALTEN SCHMIEDE IN WIEN  -  IM RESONANZRAUM SKRJABINS
2. Juli 2017
Werke für Klavier Solo von Alexander Skrjabin, Olivier Messiaen, Tristan Murail, Amr Okba und Toru Takemitsu

LESUNG AUS 'NACHTWERK - HOMMAGE AN EINE KOMPONISTIN' (Zytglogge Verlag)

Samstag, 25. März 2017, 17 Uhr
Hochfeldstr.6, 3012 Bern
Lesung und Musik: Iris Gerber
Aufführung von Klavierwerken von Margrit Zimmermann

Eintritt frei!


LESUNG AUS 'AUGUSTOS FÜSSE'

Dienstag, 4. April 2017, 19.30 Uhr
Regionalbibliothek Langnau i. E.
Dorfmühle
Dorfstr.22
3550 Langnau
Lesung und Musik auf dem Toy Piano: Iris Gerber
Eintritt frei!


Konzert in der Alten Schmiede, Wien

Samstag, 28.1.2017, 16 Uhr

Schönberg und die russische Avantgarde

Pro­gramm: Ga­li­na Ust­wols­ka­ja Prä­lu­di­en, Al­fred Schnitt­ke Fünf Apho­ris­men, Va­ria­tio­nen über ei­nen Ak­kord, Ar­nold Schön­berg Kla­vier­stü­cke op. 11 und op. 19. Mit IRIS GERBER (Kla­vier)

Ar­nold Schön­berg als Vor­den­ker der Neu­en Mu­sik und sein Ein­fluss auf die rus­si­sche Avant­gar­de ist das The­ma des Kla­vier­abends der Ber­ner Pia­nis­tin Iris Ger­ber. Sie spielt Wer­ke von Ga­li­na Ust­wols­ka­ja (1919 – 2006), ei­ner Schü­le­rin Schosta­ko­witschs, und Al­fred Schnitt­ke (1934 – 1998), ei­nem so­wje­ti­schen Wol­ga­deut­schen, der durch Opern-, Film- und Or­ches­ter­kom­po­si­tio­nen in­ter­na­tio­nal be­kannt wur­de. Sie stellt den Rus­sen Schön­bergs »Schlüs­sel­wer­ke«, die Kla­vier­stü­cke op. 11 und op. 19, ge­gen­über. Opus 11 ist 1909 ent­stan­den und zeigt, wie Schön­berg die alte the­ma­ti­sche Ar­beits­wei­se im Sin­ne der Trans­for­ma­ti­ons­tech­nik Franz Liszts und der letz­ten In­ter­mez­zi von Brahms wei­ter­führt; bei den Kla­vier­stü­cken op. 19 von 1911 ver­such­te Schön­berg sei­ne Idee »mu­si­ka­li­scher Pro­sa« um­zu­set­zen. KHR

Wien, 1. Bezirk, Schönlaterngasse, Alte Schmiede


ZWEITE BUCHVERÖFFENTLICHUNG IM NOVEMBER 2016!
Augustos Füsse vereint in sich Erzählungen, Lyrik und Prosagedichte.
Dreiundzwanzig voneinander unabhängige Texte sind zu einer Sammlung zusammengestellt, die thematisch, müsste denn ein übergeordneter Begriff genannt werden, ums hier sein heisst dort sein können kreisen, also um mein Pendeln Bern-Wien beispielsweise, oder um Aufenthalte an geografisch benennbaren Orten, aber auch und vielmehr von solchen erzählen, die im Schwebenden und nicht ganz Fassbaren bleiben. 

Ein Ausschnitt aus der titelgebenden Erzählung:
Augusto ist weg, abgefahren mitsamt dem Möbelanhänger. Als wir vor dem Haus miteinander sprachen über Rom und die Kreuzung bei der Quo Vadis Kapelle dünkte mich so klar wohin er ging. Ebenso klar, dass wir uns dort an eben dieser Kreuzung sicher über kurz oder lang begegnen würden, wie man sich immer über kurz oder lang wieder begegnet war durch die vergangenen Jahre, und die Namen Cesti Pyramide, Via Appia Antica, le mura machten Rom so nah und waren Adresse genug.
Aber wie Augusto weg war, war auch Rom wieder weit weg, selbst für Neujahrswünsche unerreichbar weit. Hätte denn die Anschrift genügt: Augusto in einem Gärtnerhaus an einer der südlichen Ausfallstrassen Roms, vor nicht allzu langer Zeit dorthin zurückgekehrt?
Nochmals später, Augusto war schon lange weg, kam ich wieder nach Rom, war auch wieder in der Piramide Bar und im Biondo Tevere an der südlichen Strasse Richtung Ostia, und sah auf dem Stadtplan die Chiesa Domine Quo Vadis und das Gewirr der Strassen rundum. In unseren Gesprächen vor dem Möbelanhänger damals gab es eine Strasse, dann die Kirche und vor ihr die Teilung in die vier Gabelungen, weiter nichts, ausser Augustos Gärtnerhaus irgendwo dort.
Aus der Weite war alles so klar und einfach gewesen!
Hätte ich Anwohner nach Augusto fragen sollen, in einem Gebiet, das sich über Kilometer erstreckt? Hätte ich ihn beschreiben sollen: Nicht sehr gross, buschige Augenbrauen und füllige Locken, immer fröhlich gestimmt, grüsst mit winkender Hand, spricht deutsch, wenn auch nicht so gut wie italienisch? Nicht sehr spezifische Suchbegriffe diese Locken und seine Körpergrösse, und warum hätte ihn hier denn schon jemand deutsch sprechen gehört?
Genaueres, Nachname beispielsweise.
Augusto, ich weiss nicht mehr, das hatte immer genügt, er war nicht ein Signor così e così.

Dieser Erzählung folgen: Der alte Schlossgärtner / Hiersein heisst dort sein können 1 und 2 / Ostwärts – bis zum 13. Kapellchen / Gleiche Tage / Pendeln / … für den der heimlich lauschet / Widerspiegelungen im Budapester Kavehaz / Über Tage ostwärts fahren / In Wien / Anderswo / In zwei Welten / Zweifel / Melancholie / Warten / Nachts sich verknüpfen / In den Ruinen von Oudna / Prager Efeu / Wiederkehrendes Venedig 1 und 2 / Auf dem Lande / New York, Chelsea Hotel, Zimmer  712

Augustos Füsse. Erzählungen - Lyrik - Prosagedichte
Edition bianchi-neri Bern / Wien
November 2016 / 84 Seiten, broschiert / ISBN 978-3-033-05890-3
Preis CHF 22 im  Buchhandel oder direkt über Gerber.Iris@gmx.ch